Paritätisches Jugendwerk NRW

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Queere Geflüchtete

Quee­re Ge­flüch­te­te

Safe(r) Space für queere Geflüchtete

Nicht überall auf der Welt ist der Umgang mit den Themen sexuelle oder geschlechtliche Vielfalt so offen wie hierzulande. Damit müssen sich auch Menschen auseinandersetzen, die zu uns geflüchtet sind. Ein offener Umgang mit diesen Themen ist in ihrer Heimat aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich gewesen. Zugleich befinden sich unter den geflüchteten Menschen junge Leute, die sich selbst zur queeren Community zählen. Oftmals kommen sie aus Ländern, in denen Staat und/oder Gesellschaft Homosexualität, Trans*identität und/oder Inter*geschlechtlichkeit tabuisieren und bis hin zu Gewaltverbrechen und Todesstrafe sanktionieren.
Viele dieser jungen Menschen haben ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität in ihrer Heimat bislang verborgen. Das PJW NRW möchte auch queeren Geflüchteten einen sicheren Raum bieten, um über die Themen offen sprechen zu können, die für sie wichtig sind.

anyway, Köln

Das anyway in Köln war das erste Jugendzentrum, das sich vorrangig für Jugendliche von 14 bis 27 Jahren einsetzt, die zur LSBTIQ*-Community gehören. Inzwischen zählt der Treffpunkt zu den größten queeren Jugendzentren in Europa. Für junge Geflüchtete bietet das anyway mittlerweile einen wichtigen, emotionalen Anker. Hier geht es vor allem zunächst darum, über die eigenen, traumatisierenden Erfahrungen im Heimatland, auf der Flucht, und nicht selten auch in der eigenen Familie offen zu sprechen. Um sich zu öffnen, braucht es oft Zeit, die queere Geflüchtete dort finden. Mit zunehmendem Vertrauen nehmen die jungen Leute auch andere Angebote in Anspruch, beispielsweise die Freizeitgruppe, das Filmteam oder das Mentoringprogramm. Was daraus mit der Zeit entsteht? Neue Freundschaften mit anderen Menschen aus der queeren Szene.

Queer Treff*, WERK°STADT Witten

Auch die WERK°STADT in Witten sieht sich als Begegnungsstätte für junge Menschen aus der LSBTIQA+-Community. Hier finden auch junge Geflüchtete einen sicheren Raum, um sich über ihre Belange offen und ohne Angst auszutauschen. Neben der Begegnung dient die Werkstadt auch als Ort für Konzerte und Partys. Verschiedene Workshops runden das Programm ab.

Bild: © Millus

Ansprechperson

Ahmet Edis
Ahmet Edis
Fachreferent Jugend- und Kulturarbeit

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Das Projekt wird gefördert durch

Logo Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration NRW