Paritätisches Jugendwerk NRW

Navigation

Gruppenbild mit den Inipreis-Gewinner*innen 2019

PJW vergibt jährlich den Initiativenpreis

Das Paritätische Jugendwerk NRW (PJW) vergibt seit 1995 alle zwei Jahre den Initiativenpreis und zu immer wechselnden Themen. Bewerben konnten sich Initiativen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in NRW. Der Initiativenpreis wird seit seiner ersten Verleihung 1995 durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) unterstützt. Verliehen wird er stets am Ort der Initiative, die den ersten Preis gewonnen hat.

Initiativenpreis 2019: Engagement für Zusammenhalt

Unter dem Titel „Verschieden sein – verschieden denken – gemeinsam handeln“ prämierte das Paritätische Jugendwerk NRW (PJW) 2019 drei Initiativen, in denen Kinder und Jugendliche trotz aller Verschiedenheiten und Unterschiede zusammenhalten und gemeinsam handeln. Darüber hinaus erhielten zwei Vereine lobende Erwähnungen.

Den ersten Preis (2.000 Euro) erhielt der Verein Heimatsucher für das Projekt „Zweitzeug*innen“. Heimatsucher baut persönliche Kontakte zu Holocaust-Überlebenden auf, dokumentiert die Geschichte dieser Zeitzeug*innen und trägt ihre Geschichte als sogenannte Zweitzeug*innen an junge Menschen ab zehn Jahren weiter. Die persönlichen Erlebnisse wecken bei den Kindern und Jugendlichen Empathie für die historischen Auswirkungen von Rassismus und Antisemitismus − eine wesentliche Voraussetzung für eine menschliche Gesellschaft. 

Mit dem zweiten Preis (1.000 Euro) ausgezeichnet wurde der Kölner Verein anyway für sein Peer-to-Peer-Projekt „WIR* – Wissen ist Respekt“. Hier bieten junge LSBT*-Menschen unter anderem interaktive Workshops im Themenfeld sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an. Der dritte Preis (500 Euro) ging an den Wuppertaler Verein Behindert – na und? für das Projekt „100 % Wir – Gemeinsam was erleben“. Im Projekt konnten Kinder und Jugendliche mit und ohne Einschränkung und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten in einer Gruppe drei Jahre lang ihre Freizeit zusammen gestalten.

Lobende Erwähnungen erhielten zudem der Verein Rosa Strippe aus Bochum für das Projekt „Senlima“ – Offener Treff für LGBTIQ*-Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung bzw. Migrationshintergrund sowie der Verein Interkulturelle Projekthelden für das Projekt „Neuss To Go“.

Die Jury des Initiativenpreises

Die Entscheidung über die Preisträger*innen trifft eine Jury aus unabhängigen Fachkräften, die der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit verbunden sind. Im Jahr 2019 bestand die Jury aus folgenden Personen:

  • Ali Can, Sozialaktivist, Hotline für besorgte Bürger, VielRespektZentrum Essen
  • Marie-Christin Trawny, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW
  • Dr. Volker Bandelow, Vorsitzender Paritätisches Jugendwerk NRW
  • Petra Supplie, Handwerkerinnenhaus Köln e. V., Preisträgerin 2017
  • Dr. Julia von der Gathen-Huy, Technische Universität Dortmund, Forschungsverbund DJI / TU Dortmund

Bild: © Achim Pohl