Paritätisches Jugendwerk NRW

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Rassismus und Diskriminierung gegen junge Geflüchtete

Kein Platz für Ras­sis­mus

Rassismus - eine schmerzhafte Realität

Diskriminierung und Rassismus sind leider fester Bestandteil der Lebensrealitäten von jungen Geflüchteten in Deutschland.
In sämtlichen Lebensbereichen – im Alltag, bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche, auf dem Ausbildungsmarkt, in Schulen und weiteren Einrichtungen – werden Kinder und Jugendliche mit stereotypen Zuschreibungen versehen, zu „Fremden“ gemacht, benachteiligt und teilweise verbal oder gar physisch angegriffen. Gerade für geflüchtete Kinder und Jugendliche eine besonders schlimme Erfahrung. Dabei leiden viele von ihnen noch unter den Kriegserlebnissen in ihrer Heimat und den Folgen der strapaziösen Flucht.
Hier bieten unsere PJW-Organisationen und -Initiativen in NRW mit ihren rassismuskritischen und empowermentorientierten Ansätzen und Konzepten sichere Räume für junge Geflüchtete.
Über Sorgen und Wut offen sprechen zu können, bedeutet den jungen Menschen viel. Nicht alleine zu sein, Handlungsstrategien zu entwickeln und darüber in safer spaces mit anderen Betroffenen sprechen zu können, stärkt die Jugendlichen nachhaltig. Und nach dem offenen Austausch abzuschalten, zu spielen, zu tanzen, zu malen oder zu musizieren, ist mindestens genauso wichtig, um das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Resilienz zu stärken.

Cultra, Brühl

Das Cultra in Brühl vom Arbeiter-Samariter-Bund RV Rhein- Erft / Düren e.V. ist eine Anlaufstelle für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung. Hier gibt es diverse Angebote im Bereich der kulturellen Bildungsarbeit. Alle Projekte lassen den jungen Menschen viele Freiräume, um sich künstlerisch auszuprobieren.
Regelmäßig veranstaltet das Cultra ein sogenanntes Culture Camp. Das bunte Programm umfasst unter anderem Tanz-Performance, Malen, Video-Workshops und kreatives Gestalten.
Ansonsten dient der Ort als offener Raum und kulturelle Begegnungsstätte, um sich auf verschiedenen Ebenen auszutauschen, Musik zu hören und Spaß zu haben. Um daran teilzuhaben, braucht es nicht viele Worte.

Kölner Appell gegen Rassismus

Der Verein Kölner Appell gegen Rassismus hat sich in den frühen 1980er Jahren gegründet, um etwas gegen die damals inakzeptable Migrationspolitik zu tun. Seitdem leistet der Verein eine Menge Aufklärungsarbeit in Sachen Rassismus. In der Einrichtung finden Kinder und Jugendliche Unterstützung beim Lernen der deutschen Sprache oder Hilfe bei der Berufswahl. Über die Rechte von Kindern aufzuklären, gehört zu den weiteren Schwerpunkten. Außerdem erfahren junge Menschen dort, wie sie das Internet für Recherche nutzen können, um beispielsweise gesicherte Informationen aus den Herkunftsländern zu bekommen.

Bild: © Millus

Ansprechperson

Ahmet Edis
Ahmet Edis
Fachreferent Jugend- und Kulturarbeit

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Das Projekt wird gefördert durch

Logo Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration NRW