Paritätisches Jugendwerk NRW

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Jugendliche am Kicker

Prävention sexualisierte Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit

Wie lassen sich Kinder und Jugendliche in der Kinder- und Jugendarbeit wirksam vor sexualisierter Gewalt schützen? Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe kommen schließlich überall dort vor, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten. Wir wollen die besonderen Organisationstrukturen der Jugendarbeit wie ein offenes Konzept, freiwillige und wechselnde Teilnehmer*innenschaft sowie der Einsatz ehrenamtlichen Personals im Hinblick auf diese Frage in den Blick nehmen. Denn Jugendarbeit braucht eigene Antworten, zugeschnitten auf die besonderen Herausforderungen ihres Arbeitsfeldes.

Das PJW setzt hier gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen an und unterstützt mit Mitteln des Landes aus dem Sonderprogramm "Fördermaßnahmen zur Prävention und Nachsorge sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" verschiedene Maßnahmen (Förderzeitraum 01.08. - 31.12.2020):

1. Begleitung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten:

Auch die erste Analyse der Fälle in Lügde, Bergisch Gladbach oder Münster zeigt, was längst klar ist: sexualisierte Gewalt geschieht nicht zufällig aus der Gelegenheit heraus, sondern ist in der Regel eine lang geplante Tat. Damit es nicht dem Zufall überlassen bleibt, ob Mädchen und Jungen geschützt werden, braucht die Prävention in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit einen Plan: ein auf ihre Institution zugeschnittenes Schutzkonzept. In Kooperation mit dem Institut für soziale Arbeit e.V., Münster, begleitet das PJW fünf Mitgliedsorganisationen in der Entwicklung solcher Schutzkonzepte.

2.Veröffentlichung einer Arbeitshilfe zu Schutzkonzepten

Die Erfahrungen aus der gemeinsamen Entwicklung von Schutzkonzepten mit unseren Mitgliedsorganisationen führt das Institut für soziale Arbeit e.V. mit ihren fachlichen Befunden zu einer Arbeitshilfe zusammen. Dieser Leitfaden bietet grundlegende Informationen zu Anlass, Zielsetzung, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie der konkreten Umsetzung von Schutzkonzepten in der Kinder- und Jugendarbeit. Einen praxisnaher Blick aus den verschiedenen Angebotsformaten bringen die beteiligten Mitgliedsorganisationen ein. So entsteht ein Instrument für die gelebte Praxis.  

3. Fortbildungskonzept für die Jugendarbeit

Um Gewalt an Kindern und Jugendlichen sensibel wahrnehmen und darauf fachlich angemessen reagieren zu können, brauchen Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit neben Schutzkonzepten auch Möglichkeiten der Qualifizierung. Das PJW entwickelt daher in Kooperation mit dem Institut für soziale Arbeit e.V. ein entsprechendes Fortbildungskonzept.

Projekte in unseren Mitgliedsorganisationen

Wir fördern gezielt fünf Projekte in unseren Mitgliedsorganisationen vor Ort zur Prävention sexualisierter Gewalt durch die Weiterleitung von Mitteln in Höhe von rund 23.000,- €.

 

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