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Interkulturelle Kinder- und Jugendarbeit

In der Mitgliedschaft des Jugendwerkes gibt es eine Reihe von Organisationen, die sich der interkulturellen Jugendarbeit mit ihrer spezifischen Fachlichkeit, Methodik und Praxis widmen.

Kurzdokumentarfilm »Fremdfühlen« über junge Menschen verschiedener kultureller Hintergründe in Deutschland

Sechs junge Menschen mit Migrationshintergrund berichten davon, wo und wie sie sich zuhause bzw. fremd fühlen. Alexandra ist Jüdin und stammt aus der Ukraine, Erens Eltern kommt aus den kurdischen Gebieten der Türkei, Shagkayegh aus dem Iran, Horsts Vater ist Deutscher, seine Mutter Ecuadorianerin, er wurde in Ecuador geboren. Akram flüchtete aus Syrien nach Deutschland. »Ich fühle mich da fremd, wo ich merke, dass ich nicht gewollt bin.«, sagt Horst. Die Kopftuch-tragende Muslima Tasnim ergänzt: »Ich fühle mich fremd, wo ich komisch angeschaut werde, wo eine Distanz ist zwischen Menschen, wo ich merke, dass sich andere von mir abgrenzen.«
Die Jugendlichen beschreiben ihre unterschiedlichen Identitäten. Sie wollen akzeptiert werden als Mensch und wollen nicht als Repräsentanten einer Gruppe behandelt werden, die sich anpassen soll. Ihr Plädoyer ist die Normalität einer gemischt-kulturellen Gesellschaft ohne Stereotype und Ressentiments, so versuchen sie zu leben.
Der Film wurde vom Medienprojekt Wuppertal produziert zum 25-jährigen Jubiläum der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft.
© 2015 Medienprojekt Wuppertal


Plan I - eine gewachsene Erfolgsgeschichte

Projekt für junge Migranten
„Interessen vertreten, Interkulturelle Kompetenz nutzen, Integration fördern“ sind die Inhalte dieses Projektes, das vom 01.11.2011 bis 31.10.2014 von AKTION MENSCH e.V. gefördert wurde, aber schon viel früher begann …
Cirka 70 männliche Jugendliche und junge Erwachsene gehören mittlerweile zum Teilnehmerkreis des Projektes, das auf die Initiative von Jugendlichen und Eltern mit Migrationshintergrund zurückgeht. Ende 2007 trug eine Gruppe von ca. 30 Jugendlichen dem Jugendamt der Stadt Bad Salzuflen/Kreis Lippe ihren Wunsch nach einem Jugendtreff in der Innenstadt sowie ihren Bedarf an persönlichen Gesprächen und Beratung vor. Unabhängig davon wandte sich eine Gruppe Eltern an den Integrationsbeauftragten der Bad Salzufler Kirchengemeinden und bat aus Sorge über die Zukunft ihrer Kinder, insbesondere ihrer Söhne, um Beratung und Elternstärkung. Daraufhin haben das Jugendamt der Stadt Bad Salzuflen, Träger der freien Jugendhilfe, Migrantenselbstorganisationen und engagierte Privatpersonen das Projekt „Plan I“ konzipiert, das der Pro Regio e.V. unter Leitung von Sandra Linnenbecker, Dipl. Sozialpädagogin, in den Folgejahren kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut hat.
Den kompletten Projektbericht finden Sie hier: Startseite > Das PJW NRW > Initiativen Praxis > Projektberichte > Plan I


Acht Tage Istanbul

Im Herbst 2010 besuchten der Vorstand des PJW und vier Hauptamtliche des Paritätischen NRW Istanbul, um im Gespräch mit Fachkolleginnen / Fachkollegen und beim Besuch von Einrichtungen neue Erfahrungen für die eigene Arbeit zu gewinnen. Der Aufenthalt wurde vom Jugendministerium NRW mitfinanziert und ermöglichte einen Blick über den nationalen Tellerrand.
Eine Dokumentation, ergänzt um Live-Interviews, bieten wir Ihnen auf dieser Seite an.


Fratz!

Ein BellZett-Projekt für Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund und ihre Familien
Das BellZett aus Bielefeld startete sein Projekt ›Fratz!‹ Anfang 2007 mit dem Ziel, Mädchen mit Migrationshintergrund den Zugang zu Kursen der Gewaltprävention und Persönlichkeitsstärkung zu erleichtern und dauerhafte Kooperationen mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit aufzubauen. Im Rahmen von ›Fratz!‹ haben die Mitarbeiterinnen in drei Jahren Laufzeit bis Januar 2010 das bestehende Konzept ›MädchenStärken‹ unter dem Aspekt der Interkulturalität deutlich weiterentwickelt. ›Aktion Mensch‹ hat ›Fratz!‹ zu 80 Prozent gefördert.
Gewalt vorzubeugen setzt voraus, ein Bewusstsein für die eigenen Rechte, Stärken und Ressourcen zu entwickeln. Seit 1984 bietet das Bellzett Maßnahmen zur Gewaltprävention und Persönlichkeitsstärkung für Mädchen und Frauen an. Als gemeinnütziger Verein von Frauen gegründet, hieß das Bellzett bis 1995 ›Selbstverteidigung für Frauen e.V.‹ und vermittelte ausschließlich Selbstverteidigungskurse für Frauen. Gearbeitet wurde nach dem feministischen Konzept ›WenDo‹. Heute verfügt das BellZett über ein breites Bewegungsprogramm für Mädchen und Frauen und qualifiziert Frauen im Bereich Gewaltprävention, Gesundheit und Bewegung. Darüber hinaus kooperiert der Verein mit Gleichstellungsstellen, Jugendzentren, Schulen, Kitas/Familienzentren und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Mit ›Fratz!‹, einem Projekt für Mädchen im Alter von fünf bis elf Jahren und ihre Familien, gelang es, das BellZett als Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe interkulturell zu öffnen.
Den kompletten Projektbericht finden Sie hier: Startseite > Das PJW NRW > Initiativen Praxis > Projektberichte > Fratz!


Fit für die Einwanderungsgesellschaft?

Postkartenaktion

Unter dieser Fragestellung beschäftigt sich das Paritätische Jugendwerk NRW (gemeinsam mit den Paritätischen Jugendwerken in den anderen Bundesländern) mit der aktuellen Ausrichtung und den Erfordernissen der Integration Zugewanderter und ihrer Kinder sowie dem Beitrag der Kinder- und Jugendarbeit bei der Weiterentwicklung Deutschlands zu einer internationaleren Gesellschaft.

Auf dem 13. Deutschen Jugendhilfetag in Essen führten die Paritätischen Jugendwerke (zusammen mit dem Paritätischen Gesamtverband) am 19. Juni 2008 das Fachforum "Fit für die Einwanderungsgesellschaft? – Anforderungen an die Kinder- und Jugendarbeit in Deutschland" durch.


 

Für die "Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW" haben wir einen eigenen Menüpunkt eingerichtet. Hier finden Sie neben aktuellen Informationen auch die Dokumentation "20 Jahre Aktionsgemeinschaft". [Mehr]


 
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