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STILL GOING STRONG?

Hip Hop in der Jugendkulturarbeit – 10 Jahre später

„Es ist neunzehn-sechsundneunzig
meine Freundin ist weg und bräunt sich
in der Südsee
Allein
Ja, mein Budget war klein.
Na fein.
Herein!
Willkommen im Verein!
Ich wette, heute machen wir erneute fette Beute,
treffen Bräute und lauter nette Leute.
Warum dauernd trauern? Wow! Schaut euch diese Frau an!
Schande! Dazu bist Du im Stande?“
(Fettes Brot, „Jein“, 1996)

„Am besten wär ein Urlaub am Mittelmeer
Doch wo nehm ich die Mittel her?“
(Freestyler in der Volksschule Moers, ca. 2000)

Es ist nicht 1996 (wie in dem Song von „Fettes Brot“), aber 1999 – der deutschsprachige HipHop boomt allerorten, dominiert das mediale Geschehen wie keine andere jugendkulturelle Spielart – und Boris Graue beginnt sein Wirken in der Musikszene im Kreuz von Niederrhein und Ruhrgebiet. Auf den großen Sommer-Open-Airs spielen Acts wie FETTES BROT oder die FANTASTISCHEN VIER völlig selbstverständlich als Headliner, in den Charts verdrängen scharfe Rhymes und relaxte Flows die letzten Überlebenden der Kirmes-Techno-Szene, aber auch die standhaften Vertreter oder Nachfolger des Grunge/Alternative-Rock-Booms von den vorderen Rängen.
Gleichzeitig brodelt es überall an der Basis: Jugendliche und junge Erwachsene finden sich in der HipHop-typischen Besetzung aus MC (Rapper) und DJ zusammen und verleihen ihrer realen Lebenswelt authentischen Ausdruck in ungeschönten Texten. Besonders spektakulär gestalten sich dabei FREESTYLE SESSIONS und –BATTLES, auf denen die wortgewandten Vokalartisten auf beeindruckende Weise ihr Können präsentieren: Zu den von einem DJ aufgelegten Beats rappen Jugendliche und junge Erwachsene völlig spontan und ohne vorgefertigten Text drauflos, wobei die Situation vor Ort ebenso einbezogen wird wie jüngst Erlebtes oder Stellungnahmen zum politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehen. Oftmals kommt es zu erhitzten Wortgefechten, wenn MCs aus rivalisierenden Crews aufeinander treffen und sich in Grund und Boden „battlen“, in den meisten Fällen bleibt die Auseinandersetzung aber auf freundschaftlicher und kollegialer Ebene, schließlich ist man Bestandteil einer Bewegung, die sich selbst „Community“ nennt.

Die VOLKSSCHULE in Moers wird Zentrale der Szene für den Niederrhein, aber auch für das gesamte Ruhrgebiet. Unter dem Motto „Voice Up!“ finden hier zunächst monatlich, dann vierzehntägig und schließlich wöchentlich Freestyle-Sessions statt. Natürlich geht es dabei nicht einfach nur um Unterhaltung und ausgelassene Szene-Meetings; vielmehr führt die VOLKSSCHULE eine völlig neue Art von musikalischem Workshop ein, ohne Voranmeldung, ohne Formalia, ohne Anleitung durch wohlmeinende Sozialarbeiter. Gestellt wird lediglich die Logistik und Infrastruktur der Veranstaltung, eine grundsätzliche Aufsicht für die zumeist im Jugendalter von 14-19 Jahren befindlichen Teilnehmer, eine flächendeckende Bewerbung des Angebots über Flyer und Plakate. Als „Dozenten“ fungieren die erfahreneren HipHopper, die den „Newbies“ mit Know How, aber auch mit ehrlicher Kritik weiterhelfen. Die Jugendlichen präsentieren ihr qualitativ höchst unterschiedliches Können im Rahmen einer geschützten „Teil-Öffentlichkeit“: Grundsätzlich kann jeder kommen und mitmachen, die ganze Situation bleibt aber szenemäßig familiär, selbst an Abenden mit über 200 Gästen herrscht eine beinahe intime Atmosphäre. Auch wenn die Wortwahl im Zuge engagierter Freestyle-Duelle mitunter recht explizit gerät, so kommt es dennoch zu keiner wirklichen Aggression und schon gar nicht zu handgreiflichen Auseinadersetzungen – von Freestyle-Battles, in denen sich die Teilnehmer vor allem über die Mutter des jeweiligen Kontrahenten und ihre sexuellen Vorlieben auslassen und Beleidigungen im Vordergrund stehen, ist die Szene noch beinahe 10 Jahre entfernt. Vielmehr entern unangekündigt ganze Crews von Jugendlichen afrikanischer Herkunft die Räumlichkeiten, begeistern mit französischen Rap-Attacken von unglaublicher Geschwindigkeit, aber auch mit artistischen Breakdance-Einlagen auf höchstem Niveau und werden entsprechend gefeiert. Überhaupt sind Jugendliche mit Migrationshintergrund mit einem Anteil von 15-20% an der Gesamtbesucherschaft präsent, und zwar aus allen sozialen Schichten und Milieus, Die Szene als Subkultur integriert mühelos deutsche, türkische, afghanische und arabische „Kids“, der amerikanische „Gangster-Rap“ mit seinen kriminellen Inhalten und seiner Gewalt verherrlichenden Attitüde scheint keinen wahrnehmbaren Einfluss auf die Bewegung auszuüben.

DJanes?
Weitgehend unsichtbar bleiben allerdings die Mädchen: Höchstens 20% der Besucherschaft sind weiblich, und diese sind beinahe ausschließlich als „Freundin von“ anwesend. Während der Freund sich am Mikrofon oder am Plattenspieler austobt, wird in klassischer Manier „die Jacke gehalten“ oder einfach eine schicke Dekoration abgegeben, nicht selten mit gewagten, knappen Outfits, jedoch noch ohne die beinahe ein Jahrzehnt später anzutreffende, ins bewusst „bitchige“ („nuttige“) überzogene, mit (billigem) Schmuck („Bling“) überladene Variante. Mädchen und junge Frauen scheinen die ihnen zugewiesene Rolle als attraktive Begleitung der eigentlichen Protagonisten nicht nur hinzunehmen, sondern auch gerne und engagiert auszufüllen – eine Beobachtung, die durch die statistische Auswertung des damals durch das Paritätische Jugendwerk NRW geförderten Projekts eindrucksvoll untermauert: Von etwa 250 aktiv teilnehmenden, also freestylenden oder als DJ tätigen Jugendlichen enterten ganze 3 Mädchen und junge Frauen im Alter von 16-20 Jahren als Freestyler die Bühne, nicht eine einzige DJane trat an. Dennoch äußerten bei entsprechenden Befragungen die Mädchen und jungen Frauen ebenso begeistert ihre Zustimmung zum Angebot wie die Jungen und Männer – auch die passive Teilnahme am Geschehen schien durchaus attraktiv zu sein, vielleicht auch, weil dumpfe „Anmachen“ im Gegensatz zu anderen szenespezifischen Veranstaltungen nahezu komplett ausblieben und sich der allgemeine Umgang miteinander respektvoll und friedlich gestaltete.

Jams
Zu den regelmäßigen Freestyle-Sessions in der Einrichtung gesellten sich schon bald auch verstärkt HipHop-spezifische Konzertveranstaltungen, die „Jams“: Ähnlich einem klassischen Rock- oder Punk-Konzert, spielen drei bis sechs regionale und überregionale Acts, hier jedoch ergänzt durch einleitende Performances von DJs und Beatbox-Artisten, und natürlich um eine zeitlich begrenzte Freestyle-Einlage, an der auch das Publikum aktiv teilnehmen kann. Gegen Mitte des Jahres 2000 kam es dann zu einem Konzert der SEKTE aus Berlin vor mehr als ausverkauftem Haus; auf der Bühne standen, damals als Bandmitglieder und außerhalb der Szene weitgehend unbekannt, HipHopper wie SIDO und BUSHIDO, die viele Jahre später zur Speerspitze einer völlig neuen HipHop-Generation, die vor allem durch das Berliner Label AGGRO BERLIN dominiert wird, werden sollten. Hier zeichneten sich bereits Phänomene ab, die zur späteren Spaltung der Bewegung führten: Die Stimmung wurde aggressiver, die Texte Gewalt verherrlichender, homophober und sexistischer. Erstmals besuchten „Gangs“ von Jugendlichen die Veranstaltungen nicht mehr mit dem primären Ziel, nach außen hin die Geschlossenheit einer Bewegung zu demonstrieren, sondern auf der direkten Suche nach – auch gewalttätiger – Auseinandersetzung. Mehr und mehr gehörte die Anwesenheit von Sicherheitskräften zum gewohnten Bild gerade bei größeren Veranstaltungen, oftmals kam es zu kleineren und größeren Handgemengen, nicht selten musste die Polizei gerufen werden.

Pädagogik und Öffentlicher Nahverkehr
Gleichzeitig griffen zahlreiche jugendkulturelle Einrichtungen die Idee der Freestyle-Sessions auf; in Oberhausen etablierte sich etwa die „Übliche Zusammenkunft“, eine Reihe, die wegen der günstigen Verkehrsanbindung mitten im Ruhrgebiet schnell zu einer gefragten Anlaufstelle der Szene wurde; die Volksschule in ihrer Moerser Randlage und mit bereits lange vor Mitternacht verkehrenden letzten Bussen und Bahnen musste nunmehr mit anderen Häusern um Besucher ringen. Viele HipHopper honorierten jedoch die Pionierrolle des Hauses und blieben der „Voice Up!“-Reihe noch lange treu. Nichtsdestotrotz wurde die Veranstaltungsdichte nach einiger Zeit wieder auf den zweiwöchentlichen, später sogar den monatlichen Rhythmus heruntergefahren, bei deutlich zurückgehenden Besucherzahlen.
Gleichzeitig differenzierte sich die HipHop-Szenerie in verschiedene Subsparten: Einige Bands wandten sich kritischen Themen zu, die MASSIVEN TÖNE etwa beschäftigten sich in „Chartbreaker Nr. 1“ mit der Ausnutzung von Frauen im Musikbusiness, andere öffneten ihre musikalische Ausrichtung zu verwandten Stilistiken und integrierten verstärkt Elemente aus Reggae, Rock oder Funk. Folgerichtig verlor die auf gitarrenlosen Sound eingeschworene Community einiges an Interesse, während auf den Tanzflächen der Clubs nun auch ansonsten Alternative Rock, Metal oder Punkrock konsumierende Kids vormals nur den HipHoppern vorbehaltene Bands wie FETTES BROT abzufeiern begannen, die – was zuvor nahezu undenkbar gewesen wäre – als Vorgruppe für das Berliner Punkrock-Urgestein DIE ÄRZTE auf Tour gingen.

Political correctness
Gerade unter Jugendlichen kursierten zu dieser Zeit die ersten Platten und Tapes von durch absolut frauenfeindliche und Gewalt verherrlichende Texte auf sich aufmerksam machenden Gruppen und Acts aus Berlin – KOOL SAVAS („Lutsch mein’ Schwanz“) gehörte hier zu den Protagonisten einer völlig neuen HipHop-Bewegung, später gefolgt von SIDO („Arschficksong“), BUSHIDO, FLER und einigen mehr. Die Platten des Berliner Labels AGGRO BERLIN eigneten sich hervorragend, um Eltern und Lehrer zu provozieren und übernahmen so eine ähnliche Funktion wie in den frühen 90ern die Frankfurter BÖHSEN ONKELZ mit ihrer politisch diffusen Haltung oder in den 80ern die TOTEN HOSEN mit ihren respektlosen Saufliedern. Wo der Punkrock also mittlerweile mehr und mehr gesellschaftlich als Kulturgut akzeptiert war und somit nur noch schwer zur provokativen Abgrenzung taugte, trat nun eine neue HipHop-Welle mit dumpf sexistischen Texten ein, die Frauen kollektiv als „Bitches“ titulierte, die Kleinkriminalität als erstrebenswerten Lebensweg propagierte und vor allem den aus den 90er Jahren erwachsenen Anspruch auf unbedingte „Politische Korrektheit“ mit Füßen trat. Insbesondere in den Jugendzentren der Großstädte fiel diese Musik auf fruchtbaren Boden – die simplen, aber expliziten Texte erfreuten sich bei Jugendlichen aus sozial schwachen Milieus, vor allem an Haupt- und Förderschulen strukturschwacher Quartiere, großer Beliebtheit und schufen nicht selten den Soundtrack zu einem entsprechenden Lebensstil an der ständigen Schwelle zur Kriminalität. Viele Aktivisten der ersten HipHop-Generation, die sich inhaltlich längst zu sozialkritischen, reflektierten Thematiken und Aussagen entwickelt hatte, wandten sich angewidert ab – der Slogan vom „Niedergang des deutschen HipHop“ machte unter den älteren Szenemitgliedern die Runde.

BMC Battles
An der Schnittstelle der mittlerweile konkurrierenden Szenerien begann der Boom der Freestyle-Battles: Im Gegensatz zu den eher unstrukturierten Sessions der frühen Tage wurden hier große Turniere ausgerichtet, in denen sich Rapper in Vorrunden qualifizieren konnten um schließlich in spektakulären Finalen den Sieger zu ermitteln. Das Regelwerk war oftmals recht komplex: Immer traten zwei Kontrahenten gegeneinander an, zunächst durfte ohne thematische Vorgabe in Vierzeilern gerappt werden. In der zweiten Runde mussten dann bereits von der Jury vorgegebene Begriffe eingebaut werden, in den Finalrunden wurden gar komplette Rollenspiele verordnet („Merkel gegen Berti Vogts“). Die Entscheidung traf jeweils eine mit prominenten Szenemitgliedern besetzte Jury, ab und an ergänzt um eine Abstimmung im Publikum. Die VOLKSSCHLUE gehörte mit den „BMCBattles“, die in ihrer Anfangsphase nahezu immer vor komplett ausverkauftem Haus stattfanden, abermals zu den absoluten Protagonisten der Bewegung.

Dissen
Was fehlte, war jedoch das positive Gemeinschaftsgefühl der Szene; nicht selten wurden die auf der Bühne begonnenen Battles vor oder in der Einrichtung handgreiflich weitergeführt, konkurrierende Bands und Crews verlegten sich auf Drohgebärden, „dissten“ sich gegenseitig und schlugen mitunter kollektiv aufeinander ein. Kein Freestyle Battle konnte ohne Security-Kräfte durchgeführt werden, immer wieder kam es zu größeren Auseinandersetzungen, die von der Polizei beendet werden mussten, mitunter zu regelrechten Straßenschlachten wie etwa beim von der Volksschule in einem ehemaligen Moerser Hallenbad ausgerichteten „Battle No. 1“. Spätestens mit Erscheinen und Erfolg des USKinofilms „8 Mile“ mit dem weißen Skandalrapper EMINEM wusste auch die breite Öffentlichkeit, was ein Freestyle Battle ist – mit der Folge, dass die Veranstaltungen immer größer wurden, das Niveau der dargebotenen Texte jedoch in den Keller sank und viele Jugendliche und junge Erwachsene in Vorfreude auf die zu erwartenden, gewalttätigen Auseinandersetzungen erschienen. Der Treue vieler HipHop-Protagonisten der ersten Stunde zur Einrichtung war es zu verdanken, dass die Battles der VOLKSSCHULE bis zuletzt auch überregional einen vergleichsweise guten Ruf genießen konnten – die Anwesenheit alter Szenegrößen hielt viele Jugendliche offensichtlich von zu dumpfen Provokationen und niveauarmen Angriffen auf den Gegenüber auf der Bühne ab. Dennoch kam es im Publikum immer wieder zu kritischen Mischungen von HipHoppern und HipHop konsumierenden Kids verschiedener sozialer Herkunft und Milieus, und vor allem mit unterschiedlichsten Ansprüchen an die Szene und ihre Inhalte und Bedeutungen.

Nach knapp zweieinhalb Jahren endete schließlich die große Welle der Freestyle Battles – die Besucherzahlen gingen merklich zurück, während andere musikalische Sparten, vor allem der Hardcore neuerer Prägung, einen deutlichen Aufschwung erlebten – nicht nur wegen der Ähnlichkeit der Aussagen und des Outfits wanderten viele HipHopper in diese Subkultur ab.

HipHop basic
Während sich der HipHop im medialen Geschehen und auf dem popkulturellen Markt heute eine beständige Nische erkämpft hat – in Moers etwa existiert seit 1999 ein „Hip Hop Store“, der die Szene mit Platten, Kleidung, Plattenspielern und Graffiti-Zubehör versorgt – ist er im Bereich der Jugendkulturarbeit praktisch wieder zu seinen Anfängen zurückgelangt, nämlich vorwiegend zu den Kids mit Migrationshintergrund, die hier mit einfachsten technischen Mitteln ihrer aktuellen Lebenswelt und den von ihnen erfahrenen sozialen Widersprüchen Ausdruck verleihen. In der soziokulturell orientierten VOLKSSCHULE ist er somit aus dem Programm nahezu verschwunden, während im bis zum 31.12.2006 vom selben Träger betriebenen ZUFF! in Rheinberg gerade im beinahe ausschließlich von Kids aus dem sozialen Brennpunkt besuchten offenen Jugendbereich praktisch keine andere Musik gehört und produziert wird. Zu den dort regelmäßig ausgerichteten „Black Music Parties“ erschienen zuletzt bis zu 300 Jugendliche, darunter ein verschwindend kleiner Anteil deutscher Besucher, und nahezu täglich proben türkische Jugendliche in den Räumlichkeiten der Einrichtung als MC.
Ganz offensichtlich hat eine Bewegung, die ursprünglich aus dem – amerikanischen – Migrantenmilieu stammt, ihren Weg durch den popkulturellen Markt gefunden und sich dort erfolgreich installiert – einschlägige Festivals wie das SUMMER SPLASH haben fünfstellige Besucherzahlen, Acts wie JAN DELAY flimmern gleichberechtigt mit Emo-, Rock- und Metalbands über die Musikvideosender. Während aber gerade die Aktivisten der ersten Generation mittlerweile mit der Szene (etwa als Veranstalter oder Produzenten) oder aus ihr heraus gewachsen sind (einer der ehemals bedeutenden Moerser Freestyler ist mittlerweile Singer/Songwriter und mit seiner Indie-Rockband unterwegs), wird der HipHop an der Basis vor allem dort gelebt, wo er seine Anfänge hatte, nämlich in den Jugendzentren der sozialen Brennpunkte – allerdings ohne jede Weiterentwicklung, ohne jedes Lernen von der vorangegangenen Generation. Vielleicht ist der HipHop eine Bewegung, die immer wieder ganz von vorne anfangen muss und ihre Verortung mit jeder Szene-Generation von neuem bei ihren Wurzeln findet. Für die soziale Arbeit mit Jugendlichen ist und bleibt er damit allgegenwärtig, als tragendes Element eines soziokulturellen Angebots alternativer Kultur ist sein Höhepunkt längst überschritten.


Boris Graue
2007 war der Autor Boris Graue 36 Jahre alt, Diplom-Sozialpädagoge und „Urhamburger“ , und gestaltete seit 1999 die Veranstaltungsprogramme des Jugend-Kultur-Zentrums „Die Volksschule“ in Moers und (bis Ende 2006) des Kulturzentrums „Zuff!“ in Rheinberg/Kreis Wesel. Ursprünglich aus der Punk-Szene stammend und bis 2001 in einer Oi!-Punk-Band aktiv, verfasste er seine Diplomarbeit zum Thema "Punk und Hardcore - Biografien einer Subkultur", beschäftigt sich jedoch längst mit allen erdenklichen Spielarten von Jugendkultur. Neben dem Booking für die frühere „Die Volksschule“, jetzt "Bollwerk" in Moers und die "Werkstadt°" in Witten ist er journalistisch für verschiedene Online-Fanzines und Zeitschriften tätig.

Kontakt:
Verein zur Förderung der Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Wesel e.V.
Zum Bollwerk 107, 47 441 Moers
Tel.: 02841 – 16 92 57-0
Fax: 02841 – 16 92 57-9
info@bollwerk107.de
http://www.bollwerk107.de

 

INFO 2-2007: Still going strong?
Boris Graue | Verein zur Förderung der Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Wesel e.V.
Die Fotos sind den Bewerbungen zu den Initiativenpreisen entnommen und Projekt­doku­men­tationen. Alle Bilder sind geschützt und dürfen nicht weiter verwendet werden.


 
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