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Projekt "Orte der Zuwanderung – Alevitische Jugendliche in NRW"

Gemeinsam mit dem Paritätischen Jugendwerk NRW hat der Landesverband der Alevitischen Jugend NRW das Projekt "Orte der Jugendarbeit von Zugewanderten - Alevitische Jugendarbeit in NRW" in 2010 durchgeführt.

Die Alevitische Jugend in NRW und das Paritätische Jugendwerk NRW stellten gemeinsam am 3. Dezember 2010 die Broschüre über die alevitische Jugendarbeit in NRW vor, die das zentrale Projektergebnis ist. Jugendliche aus zwölf alevitischen Vereinen in NRW haben über ihre Jugendarbeit geschrieben.

Die Jugendlichen beschreiben nicht nur ihre Jugendarbeit vor Ort, sondern gehen auch der Frage nach "Warum engagieren wie uns"?
Wichtig war den Projektverantwortlichen, dass mit dem Buch ein jugendpolitischer Impuls gesetzt wird, nämlich, dass Engagement sich lohnt und Deutschland ein pluralistisches Land ist.

Gruppenfoto der Jugendredaktion

So stammen die insgesamt zwölf Beiträge dieser 70seitigen Broschüre überwiegend aus Klein- und Mittelstädten des Bundeslandes NRW. Jugendliche aus den Städten Bad Salzuflen, Bielefeld, Bünde, Dortmund, Gladbeck, Grevenbroich, Gütersloh, Oberhausen, Ratingen, Recklinghausen, Rheda-Wiedenbrück und Velbert. Die Jugendlichen haben sich in zwei Seminaren zu Jugendredakteur/innen ausbilden lassen und ihre jeweilige Jugendarbeit porträtiert.
So schreibt u.a. Meltem Koc aus Grevenbroich: „Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sollte als eine der signifikantesten Aufgaben in der Organisation betrachtet werden. Dies ist das einzige Werkzeug, mit dem man die Aufmerksamkeit erwecken und andere informieren kann. Bisher existieren erste Ansätze zur Öffentlichkeitsarbeit zur Infoveranstaltung ‚Ich: Integration und Chancen’ (Ausbildungsmatching für Jugendliche). Es erschien hierzu zum ersten Mal ein Artikel des Jugendvorstandes im Veranstaltungskalender der lokalen Zeitung im April 2010.“ (Seite 37)

Jugendliche sollen mit diesem Buch zum Engagement motiviert, aber auch bisher aktive Akteur/innen für die geleistete Arbeit gewürdigt werden. Das besondere an dem Projekt ist, dass Jugendliche zu Wort kommen und ihr Engagement in ihrer eigenen Sprache vorstellen. Eine wichtige Botschaft ist: Engagement lohnt sich, macht Spaß und ermöglicht neue Freundschaften. Dabei spielt traditionell die Saz eine große Rolle. „Einer von uns meinte, dass die Saz der beste Freund eines Menschen sein kann. Sobald man bedrückt oder gar von Trauer erfüllt sei, helfe die Saz, den Kummer zu verarbeiten. Saz sei die Medizin gegen Bekümmertheit, da man sich dabei entspannen und jegliche Sorgen vergessen könne“, schreibt die junge Sema Bektas aus Velbert auf Seite 58.

Der gute Dialog zwischen der Alevitischen Jugend und dem Paritätischen Jugendwerk ist fruchtbar für die Gespräche mit Jugendbehörden und der Öffentlichkeit. Für die Trägerlandschaft, Öffentliche wie Freie Träger, kann durch diese Publikation die notwendige migrationssensible Weiterentwicklung der Jugendhilfe intensiviert werden.

Frau Zülfiye Kaykin, Staatsekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, beglückwünschte die beiden Projektpartner zu ihrer gemeinsamen Arbeit und lobte insbesondere die Alevitische Jugend für die gute Arbeit der letzten zwei Jahre. Hatun Aycik, Vorsitzende der Alevitischen Jugend in NRW, versicherte, dass diese gute Arbeit weiterhin fortgesetzt wird. Dr. Volker Bandelow, der Vorsitzende des Paritätischen Jugendwerks NRW, verwies auf den wechselseitigen Lernprozess in solchen Dialogprojekten und skizzierte den Entwicklungsprozess seit dem ersten gemeinsamen Projekt, das bereits 2006 stattgefunden hatte.

Kontakt

Alevitische Jugend in NRW e.V.
Ali Sirin
alisirin@aol.com

Paritätisches Jugendwerk NRW
Rainer Kascha
rainer.kascha@paritaet-nrw.org

 



 
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