Die Projektbeteiligten Cem Kara, Rainer Kascha und Özgür Baydar (von links) mit Ulrike Werthmanns-Reppekus (Geschäftsführerin des Paritätischen Jugendwerkes NRW)
Die Projektbeteiligten Cem Kara, Rainer Kascha und Özgür Baydar (von links) mit Ulrike Werthmanns-Reppekus (Geschäftsführerin des Paritätischen Jugendwerkes NRW)
Gemeinsam mit dem Landesverband der Alevitischen Jugend NRW hat das Paritätische Jugendwerk NRW das Projekt "Profil alevitischer Kinder- und Jugendarbeit in NRW" vom 01.11. bis zum 31.12.2006 durchgeführt.
Der alevitische Glaube und seine Jugendarbeit in den 31 Gemeinden NRW wurden differenziert und im Unterschied zu anderen Muslimen betrachtet und dargestellt.
Dr. Volker Bandelow begrüßt die Gäste zur Projektpräsentation.
"Es gibt die alevitische Jugend, sowie es die katholische oder evangelische Jugend gibt – eine religiös ausgerichtete Jugendorganisation. Nur mit dem großen Unterschied, dass die alevitische Jugend (noch) nicht anerkannt ist. Unser Projekt unterstützt diesen Weg zur Anerkennung durch Sammeln und Bereitstellen von Informationen und Bildern", so umriss Dr. Volker Bandelow, Vorsitzender des Paritätischen Jugendwerkes NRW die Zielsetzung des Kooperationsprojektes, das im November und Dezember 2006 gearbeitet hatte und mit der Präsentation einen (vorläufigen) Schlusspunkt setzt.
Cemalettin Özer
Cemalettin Özer vom Bundesvorstand der alevitischen Gemeinde Deutschland e.V. begrüßt die Initiative der beiden Jugendorganisationen und verweist darauf, dass die Aleviten in Deutschland eine "Minderheit in der Minderheit" seien.
Die Minderheit der Türken in Deutschland seien überwiegend sunnitischen Glaubensrichtungen zuzuordnen. Ca. 30% der Türken seien dagegen alevitischen Glaubens.
Özgür Baydar, NRW-Beauftragter der Alevitischen Jugend Deutschlands
"Wichtige Schwerpunkte alevitischer Jugendarbeit sind Bildung und Kultur."
Cem Kara, Vorsitzender der Alevitischen Jugend NRW
Die beiden Vertreter des noch jungen Verbandes, Cem Kara und Özgür Baydar erläutern die Ziele der Jugendarbeit und geben Antwort auf die vielen Fragen und Anmerkungen der Gäste.
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter des Landes NRW
Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter NRW, sprach ein Grußwort, das von viel Kenntnis über die religiösen Besonderheiten des alevitischen Glaubens zeugte.
Der Essener Jugendamtsleiter Peter Renzel zeigte sich offen und sehr interessiert an den Zielen und Perspektiven alevitischer Kinder- und Jugendarbeit. Er regte an, sich einzubringen und bot das Gespräch an.
Peter Renzel (Jugendamtsleiter Essen), Thomas Kufen (Integrationsbeauftragter NRW) und Georg Bienemann (LAG Katholischer Kinder- und Jugendschutz NRW) im Flurgespräch (von links nach rechts)
Rund 60 Gäste waren der Einladung des Paritätischen Jugendwerks NRW zur Projektpräsentation gefolgt; darunter Vertreter und Vertreterinnen etlicher alevitischer Gemeinden, Initiativengruppen der Jugendarbeit sowie katholische und evangelische Jugendorganisationen. Auch Vertreter der alevitischen Gemeinde Essen zeigten sich interessiert, ihre Jugendarbeit auszubauen, auf organisatorisch tragfähige Füße zu stellen und das angebotene Gespräch mit dem Essener Jugendamt zu suchen.
Rainer Kascha vom Paritätischen Jugendwerk NRW leitete das Projekt.
Zufrieden stellte der Projektleiter Rainer Kascha am Ende der Präsentation fest: "Bis zur Anerkennung der alevitischen Jugend NRW als Träger der Jugendhilfe ist zwar noch ein weiter Weg, aber erste Wegstrecken sind gegangen und die signalisierte Gesprächsbereitschaft lässt auf gute Weichenstellung hoffen! Das Projekt ist zu Ende, aber die Kontakte werden wir ausbauen."
Musiker begleiten die Präsentation
Im "Duo-Interview" werden Anregungen aus der Projektpräsentation vertieft
Weinblätter zur Stärkung in der Mittagspause
Besime Atasever, die Filmemacherin aus Köln
Applaus nach der gelungenen Filmpremiere