PJW NRW. Wir verändern. Initiative braucht Raum.

Porträt Paritätisches Jugendwerk NRW

Figur aus Plakat Vorsicht Vielfalt

Das PJW ist die Heimat der Initiativgruppen, die sich neben den Jugendverbänden in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich entwickelt haben und als Impulsgeber ihre Beiträge zur Kinder- und Jugendarbeit in NRW leisten.

Initiativgruppen sind Organisationen und soziale Formationen von Menschen, die sich finden, um ein Vorhaben zu realisieren, einen Missstand abzuschaffen oder eine gegebene vorgefundene Praxis zu ändern. Sie alle sind gekennzeichnet durch einen rechtlich selbstständigen und wirtschaftlich autonomen Status. Dafür gründen diese Organisationen häufig einen eingetragenen Verein.
Sie gestalten ihre Arbeit mit einem starken sozialräumlichen Bezug (Stadtviertel, Kleinstadt, ländliche Region) und/oder mit einer fachlichen Spezialisierung wie Ethnien, Kultur, Medien, Mädchen-/Jungengruppe, etc über das ganze Land NRW verteilt.
1983 wurde das PJW von 37 Vereinen gegründet, deren Anzahl 2009 auf über 250 gestiegen ist. Die Initiativgruppen sind in Größe, Alter und Struktur sowie in fachlicher Ausrichtung sehr verschieden. Dieses Initiativpotential ist gekennzeichnet durch Unkonventionalität, Flexibilität, Innovation, Partizipation und durch bürgerschaftliches Engagement.
Seit 1989 erhält das PJW eine landesweite Förderung und ist mittlerweile einer der landesweiten Träger der Kinder- und Jugendarbeit.

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Das PJW versteht sich als Kreativitätsbeschleuniger.
Neue Ansätze in der Kinder- und Jugendarbeit werden vom PJW aufgegriffen und versucht, diese „salonfähig“ zu machen; Ansätze, die nicht immer in Richtlinien noch in der fachlichen Vorstellung der politisch Verantwortlichen angekommen sind, sollen ausprobiert, unterstützt, gefördert oder verworfen werden. (Beispiele aus der Vergangenheit sind z.B. geschlechtsspezifische Ansätze und Projekte der mobilen Kinder- und Jugendarbeit).
Das PJW ist dabei ein Lernfeld für Initiativgruppen, um sich kommunale und landesweite Anerkennung und Förderung zu erschließen.
Dabei wird der Heterogenität der Zielgruppe Kinder und Jugendliche mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Projekten begegnet. Wohlwissend, dass die Initiativen bereits einen bestimmten Organisationsgrad erreicht haben, versuchen die Mitglieder des PJW dennoch Brücken zu den Jugendkulturszenen zu bilden.
Das PJW ist aufgrund seiner mehr als 20-jährigen Erfahrung in besonderem Maße dazu geeignet, jene Jugendlichen anzusprechen, die sich einer konfessionellen oder parteipolitischen Ansprache entziehen.
Die Geh-Struktur (dahin gehen, wo Mädchen und Jungen sind) ist ausgeprägter als die Komm-Struktur (Mädchen und Jungen kommen lassen, um teilzunehmen). Die sozialraumorientierte Ausrichtung lässt die Initiativgruppenarbeit gerade in Stadtteilen mit hohen sozialen Problemlagen zu einem Baustein der Integration und der Milderung von sozialer Benachteiligung werden.
Seit einiger Zeit ist ein starker interkultureller Trend zu beobachten: Migrantenjugendliche engagieren sich in bestehenden Gruppen oder gründen eigene Zusammenschlüsse – mit Blick auf die demographische Entwicklung und des Miteinanders entwickeln Initiativgruppen zunehmend interkulturelle Kompetenzen.

Als Dach und Infrastruktur von Initiativen in der Kinder- und Jugendarbeit in NRW bearbeitet das PJW folgende Aufgaben:


Ausdruck aus: http://www.pjw-nrw.de/content/e32/e278/index_ger.html
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