PJW NRW. Wir verändern. Initiative braucht Raum.
Initiativgruppen sind Organisationen und soziale Formationen von Menschen, die sich finden, um ein Vorhaben zu realisieren, einen Missstand abzuschaffen oder eine gegebene vorgefundene Praxis zu ändern.
Sie alle sind gekennzeichnet durch einen rechtlich selbstständigen und wirtschaftlich autonomen Status. Dafür gründen diese Organisationen häufig einen eingetragenen Verein oder, in jüngerer Zeit, eine gemeinnützige GmbH.
Sie gestalten ihre Arbeit mit einem starken sozialräumlichen Bezug (Stadtviertel, Kleinstadt, ländliche Region) und/oder mit einer fachlichen Spezialisierung wie Ethnien, Kultur, Medien, Mädchen/Jungen über das ganze Land NRW verteilt.
Die Initiativgruppen sind in Größe, Alter und Struktur sowie in fachlicher Ausrichtung sehr verschieden. Unkonventionalität, Flexibilität, Innovation, Partizipation und bürgerschaftliches Engagement sind das Potential dieser Initiativen.
Neue Ansätze in der Kinder- und Jugendarbeit werden vom PJW aufgegriffen und es versucht, diese „salonfähig“ zu machen. Ansätze, die noch nicht in Richtlinien oder in der fachlichen Vorstellung der politisch Verantwortlichen angekommen sind, sollen unterstützt, ausprobiert und bei Erfolg dauerhaft gefördert werden.
Beispiele aus der Vergangenheit sind z.B. geschlechtsspezifische Ansätze und Projekte der mobilen Kinder- und Jugendarbeit. Seit einiger Zeit ist ein starker interkultureller Trend zu beobachten: Migrantenjugendliche engagieren sich in bestehenden Gruppen oder gründen eigene Zusammenschlüsse – mit Blick auf die demographische Entwicklung und des Miteinanders entwickeln Initiativgruppen zunehmend interkulturelle Kompetenzen.
Initiativgruppen begegnen der Heterogenität der Zielgruppe „Kinder und Jugendliche“ durch eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten. Auch wenn die Initiativen bereits einen verbindlichen Organisationsgrad erreicht haben, gelingt es Ihnen immer wieder, Brücken zu den Jugendkulturszenen zu bauen.
Die Geh-Struktur (dahin gehen, wo Mädchen und Jungen sind) ist ausgeprägter als die Komm-Struktur (Mädchen und Jungen kommen lassen, um teilzunehmen). Die sozialraumorientierte Ausrichtung lässt die Initiativgruppenarbeit gerade in Stadtteilen mit hohen sozialen Problemlagen zu einem Baustein der Integration und der Milderung von sozialer Benachteiligung werden.
1983 wurde das PJW von 37 Vereinen gegründet. 2011 hat es über 260 Mitglieder.
Seit 1989 erhält das PJW eine landesweite Förderung und ist mittlerweile einer der landeszentralen Träger der Kinder- und Jugendarbeit.
Als Verband von Initiativgruppen unterstützt das PJW Initiativen in der Kinder- und Jugendarbeit in NRW. Sein Leistungsspektrum umfasst:
*"G 5" = Landesjugendring / AGOT (Arbeitsgemeinschaft Offener Türen) / LKJ (Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung) / LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) Jugendsozialarbeit / Paritätisches Jugendwerk
Ausdruck aus:
http://www.pjw-nrw.de/content/e32/e278/index_ger.html
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