Seite drucken   Sitemap   Mail an PJW NRW   Suchtipps   Hinweise zur Änderung der Schriftgröße  

Verabschiedung der langjährigen Geschäftsführerin Ulrike Werthmanns-Reppekus

Symbolbild Programm

Nach 37 Jahren im Paritätischen NRW verlässt Ulrike Werthmanns-Reppekus ihren Schreibtisch und wurde am 8. Dezember 2017 mit einer großen Party verabschiedet. Über einhundert Gäste aus den unterschiedlichen Jahrzehnten kamen zur Feier und sagten Tschüss und Danke für die jahrelange gute Zusammenarbeit.

Ulrike Werthmanns-Reppekus im Kreis der Zuhörenden

Angefangen hat sie beim Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW als Fachberaterin für das Freiwillige Soziale Jahr. Bereits nach kurzer Zeit jedoch schrieb sie sich die Beratung und Vertretung kleiner und größerer Initiativen ins Aufgabenbuch. Sie gründete zusammen mit 37 Initiativen im Jahr 1983 das Paritätische Jugendwerk. Ziel war es damals noch, Mitglied im Landesjugendring zu werden. Inzwischen jedoch arbeitet das Paritätische Jugendwerk gleichberechtigt als landeszentraler Träger der Kinder- und Jugendarbeit in den G5 mit. Darüber hinaus sind die Initiativgruppen, die Anfang der 80er Jahre eher außerhalb der klassischen Jugendhilfestrukturen standen, inzwischen im Kinder- und Jugendförderungsgesetz von NRW angekommen.

Abschiedsgeschenk Vorstand

Vom Vorstand gab's zum Abschied ein "dickes Brett".

Dies alles sei - laut dem Vorsitzenden Dr. Volker Bandelow - zu nicht kleinen Teilen - der Beharrlichkeit und Fachlichkeit seiner Geschäftsführerin zu verdanken. Sie habe das PJW zusammen mit dem Team vom ursprünglich gedachten verbands- und finanzstrategischen Konstrukt auf inhaltlicher und programmatischer Ebene weiterentwickelt und auch den Begriff der Initiative geprägt. Dank ihrer Erklärungs- und Übersetzungsarbeit aber auch dank auch ihrer Ausdauer seien die Initiativen der Kinder- und Jugendarbeit inzwischen in den Strukturen fest verankert. Dr. Bandelow betonte, dass sie auf die Ergebnisse ihrer Arbeit und auch darauf, dass sie ein gut bestelltes Haus hinterlasse, sehr stolz sein könnte.

Laudatio von Hermann Zaum

Hermann Zaum, bis vor kurzem noch Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW, verabschiedete sich von der Leiterin der Fachgruppe Jugend, Frauen und Migration. Er betonte insbesondere ihren Einsatz für „ihr“ Jugendwerk und ihre Identifikation mit ihrer Arbeit. „Ihr“ Jugendwerk bedeute für sie nicht nur, dass „es ihr gehöre“. Vielmehr habe sie es die ganze Zeit über als ihre Aufgabe gesehen, die „Tochter“ PJW zu einem selbständigen und erfolgreichen Kind des Paritätischen weiterzuentwickeln. Ihre große Fachlichkeit führte darüber hinaus zu vielen Berufungen in Gremien auf Landes- und Bundesebene, eine weitere Aufgabe, die sie mit großer Leidenschaft ausfüllte.

Jürgen Schattmann mit Hammer

Jürgen Schattmann, Abteilungsleiter im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, sagte Tschüss zu einer nordrhein-westfälischen Streiterin für die Initiativgruppen. Er brachte drei Symbole mit, die seiner Meinung nach als Symbol für ihre Arbeit und für sie als Person stehen. Ein Schraubendreher symbolisiert ihre Kunst, Verbindungen, aber auch Verbindlichkeit herzustellen, und die Beharrlichkeit, mit der sie ihre Ziele verfolgte. Ihre Fähigkeit, passgenaue Worte zu finden und auf Gesprächspartner/-innen einzugehen, verdeutlichte er mit einem verstellbaren Maulschlüssel. Und nicht zuletzt zeigte er mit einem Hammer auf, dass sie keine Gelegenheit verstreichen hat lassen, Nägel einzuschlagen. Ganz nebenbei könnte der mitgebrachte Hammer, der auch zum Flaschenöffnen genutzt werden könne, als sog. „Feierabendhammer“ genutzt werden, da sie jetzt ja dauerhaft Feierabend machen würde.

Norbert Struck mit Publikum

Norbert Struck vom Gesamtverband des Paritätischen würdigte abschließend ihren vielfältigen Einsatz für die Themen der Kinder- und Jugendarbeit auf Bundesebene. Er musste jedoch auch feststellen, dass beide die Gründung eines bundesweiten Paritätischen Jugendwerks wohl in die Hände ihrer Nachfolger/-innen geben müssten.

Eingerahmt wurde die Feier durch das Duo Enthöfer/Hessler, das den musikalischen Rahmen stellte, und "Dörte aus Heckinghausen", die Frau Werthmanns-Reppekus von einer Finca in Oberbarmen zu überzeugen versuchte, nachdem sie ja lange Jahre ihres Lebens in Unterbarmen zugebracht hätte. Das Team der Alten Feuerwache Wuppertal verwöhnte darüber hinaus alle Gäste mit äußerst leckerem Fingerfood.

Alle Bilder auf dieser Seite stammen von Uwe Schinkel (www.uweschinkel.de).

 



 
top