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Entwurf Kinder- und Jugendförderplan 2013 - 2017

PJW-Statement zum Entwurf Kinder- und Jugendförderplan 2013 - 2017

Das PJW NRW begrüßt die Kontinuität im Entwurf der Landesregierung NRW für den Kinder- und Jugendförderplan 2013 – 2017 mit Blick auf die Erfahrungen mit dem „kurzen“ KJFP 2011/2012.
Insbesondere die Betonung einer eigenständigen Jugendpolitik halten wir für ein wichtiges Signal -auch an die Kommunen, in denen die Kinder- und Jugendarbeit zwischen die Mühlsteine der Kindertagesbetreuung einerseits und den erzieherischen Hilfen andererseits gerät. Oder aber leichtes Opfer kommunaler Schuldenmisere wird.

Geschlechtliche Identität

Wir begrüßen ausdrücklich die stärkere Akzentuierung der sexuellen Orientierungen und der geschlechtlichen Identität von Jugendlichen im Förderbereich III sowie die Aufnahme von Angeboten für LSBTTI Jugendliche in die Offene Kinder- und Jugendarbeit und in die Jugendverbandsarbeit.
Eine Verknüpfung der Kinder- und Jugendarbeit mit dem Landesprogramm „Gegen Homophobie“ halten wir für fachlich sinnvoll.

Partizipation und Prävention

Mit der kräftigen finanziellen Steigerung in der Ausstattung der bekannten Projektposition „Stark durch Beteiligung“ (1.2.4) verbinden wir die Hoffnung, dass konkrete Projekte von Jugendlichen vor Ort initiiert und gefördert werden sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den bestehenden Strukturen gestärkt wird. Ebenso begrüßen wir die Betonung von Prävention im Sinne der Landesregierung als frühzeitige Maßnahme zur Stärkung aller Kinder und Jugendlichen.

Mehr Struktur- und weniger Projektförderung

Im Entwurf der Landesregierung sehen wir sehr wohl eine vereinzelte Stärkung der Infrastrukturförderung, die aber in der Tendenz zu Lasten der Projektförderung geht. Bei einem KJFP bis 2017 halten wir eine prozentuale Anpassung der Strukturförderung im Laufe der Jahre für angemessen und seriös. Sollte sich aber unser Eindruck verfestigen, dass dies dauerhaft zu Lasten der Projektorientierung geschehen könnte, kündigen wir hiermit bereits unseren Widerspruch an.

Jugendfreiwilligendienste

Die Neuorganisation der Freiwilligendienste FSJ und BFD hat gezeigt, wie enorm groß die Nachfrage junger Menschen ist und durch den doppelten Abiturjahrgang noch steigen wird. Auf diesem Hintergrund halten wir die 20%ige Kürzung der Position 6.2 „Qualifizierung der Jugendfreiwilligendienste durch Bildungsarbeit“ für kontraproduktiv, so wie dies auch die Stellungnahme der Freien Wohlfahrtspflege deutlich macht.

Der vorliegende Entwurf des Kinder- und Jugendförderplans lässt hoffen, dass auch in Kürze die Förderrichtlinien zum KJFP vorgelegt werden können.
Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns für die Initiativgruppen der Kinder- und Jugendarbeit im Lande NRW für die ausgesprochen trägerfreundliche Weiterentwicklung in der Förderung von Projekten (erhebliche Reduzierung des Eigenanteils, Berücksichtigung des ehrenamtlichen Engagements, Überjährigkeit).

Wuppertal, den 19. März 2013


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